• Flexible Erziehungs- und Familienhilfe

    Unser Grundverständnis

    Wir gehen davon aus, dass jeder Mensch die Fähigkeit zur Veränderung besitzt. Wir unterstützen die Familien darin, ihre Ressourcen zu entdecken und eigene Lösungswege für ihre Probleme zu finden. Ziel der Maßnahme ist vorrangig immer eine Hilfe zur Selbsthilfe.

    Die gesetzlichen Grundlagen für eine Betreuung durch die Flexible Erziehungs- und Familienhilfe sind in den §§27, 30, 31, 35, 35a KJHG geregelt. Im Hilfeplanverfahren werden mit der Familie Ziele und Arbeitsaufträge vereinbart, sowie die wöchentliche Betreuungszeit der Kinder und Jugendlichen und deren Familien festgelegt. In den Hilfeplanfortschreibungen wird entsprechend der Bedarfsentwicklung Ziel und Auftrag überprüft und gegebenenfalls neu festgelegt.

     

    Unsere Ziele

    Hilfeangebot Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH)

    Familien oder Lebensgemeinschaften erhalten individuelle Unterstützung bei der Bewältigung von Krisen und der Lösung von Konflikten und Alltagsproblemen, in der Stärkung ihrer Erziehungskompetenz oder im Kontakt mit Ämtern und Institutionen. Sozialpädagogische Familienhilfe ist ein für den Einzelfall organisiertes Jugendhilfeangebot. Es realisiert eine individuelle, dem Bedarf entsprechende Hilfe, die flexibel den Entwicklungen und Entscheidungen der Klienten und allen Beteiligten angepasst wird. Sozialpädagogische Familienhilfe ist hauptsächlich aufsuchende Arbeit und bezieht niederschwellige Angebote mit ein. In dem Lebensumfeld der Familie werden notwendige erzieherische Hilfeformen angeboten und realisiert oder prozesshaft entwickelt.

     

     

    Hilfeangebot Erziehungsbeistandschaft (EBS)


    als individuelle Förderung von Kindern und Jugendlichen. Sie erhalten Betreuung und Begleitung im Umgang mit den meist vielfältigen Beziehungs- und Leistungsproblemen in Familie, Schule, Ausbildung, Arbeitsstelle oder Freizeit. Die Zusammenarbeit mit dem Elternhaus bzw. weiteren relevanten Bezugspersonen im sozialen Lebensumfeld des Klienten ist bedarfsweise angezeigt. Es steht zwar die Verselbständigung des jungen Menschen im Vordergrund, der Lebensbezug zu seiner Familie sollte aber nach Möglichkeit erhalten bleiben. Kernstück der Hilfe sind regelmäßige Gespräche, Unterstützung bei der Bewältigung von Ent-wicklungsproblemen und gemeinsame Aktivitäten. Die Erzie-hungsbeistandschaft kann neben den Einzelkontakten auch in Form von Gruppenarbeit durchgeführt werden.

     

    Arbeitsfelder

     

    Einzelarbeit
    Aufbau einer Beziehung. Mit dem Kind/Jugendlichen werden zielorientierte Angebote besprochen. Das Kind/der Jugendliche kann sich entscheiden, welche sie davon annehmen.

    Projektarbeit
    Projektarbeit kann in der Gruppe oder in Einzelkontakten stattfinden. Ziel ist unter anderem etwas, zum Beispiel ein Boot, mit den eigenen Händen zu erschaffen. Klare Absprachen und Regeln, Ausdauer und Verbindlichkeit sind wichtig. Grenzerfahrungen in vielen Bereichen sind eine Folge.

    Gruppenarbeit
    Die Kinder können ihr eigenes Verhalten, ihre Rolle innerhalb der Gruppe, den Umgang mit anderen etc. reflektieren. Gruppenarbeit findet häufig in Kombination mit der Einzelarbeit statt.

     

    Erlebnispädagogische Arbeit
    Kinder, Jugendliche und Erwachsene erleben die eigenen körperlichen und emotionalen Grenzen. In der Regel entwickeln sie dabei auch Empathie für ihre Mitmenschen.

    Ferienfahrten
    Alle Teilnehmer müssen sich zwangsläufig mehr aufeinander einlassen. Somit entsteht eine intensive Kombination aus Einzel-, Gruppen- und erlebnispädagogischer Arbeit.